Sendetermin: 16.06.2011
Playlist:
01 Toumast - Ikalane Walegh
02 Tinariwen - Matadjem Yinmixan
03 Terakaft - Aratan N'Azawad
04 Terakaft - Amazzagh
05 Tamikrest - Fassous Tarahnet
06 Tamikrest - Nak Amadjar Nidounia
07 Bombino - Tar Hani
08 Bombino - Tigrahawi Tikma
09 Tartit - Ofous D'Ifous
10 Ali Farka Toure - Amadinin
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Freitag, 17. Juni 2011
Mittwoch, 2. März 2011
African Spacecraft 16: Mali Twist
Sendetermin: 01.03.2011
Playlist:
01 Mali Latino - Donkan
02 Djelimady Tounkara - M'Bématoma
03 Boubacar Traoré - Mali Denhou
04 Boubacar Traoré - Djougouya Niagnini
05 Sidi Toure - Taray Kongo
06 Ali Farka Toure - Machengoidi
07 Ali Farka Toure - Amandrai
08 Ali Farka Toure - Tulumba
09 Mali Latino - Remercier Les Travailleurs
Playlist:
01 Mali Latino - Donkan
02 Djelimady Tounkara - M'Bématoma
03 Boubacar Traoré - Mali Denhou
04 Boubacar Traoré - Djougouya Niagnini
05 Sidi Toure - Taray Kongo
06 Ali Farka Toure - Machengoidi
07 Ali Farka Toure - Amandrai
08 Ali Farka Toure - Tulumba
09 Mali Latino - Remercier Les Travailleurs
Freitag, 31. Dezember 2010
African Spacecraft 11: Desert Blues and Beyond
Sendetermin: 30.12.2010
Playlist:
01 Rokia Traoré - Dounia
02 Salif Keita - Ana Na Ming
03 Habib Koité & Bamada - Foro Bana
04 Vieux Farka Toure - Diaraby Magni
05 Terakaft - Ténéré Wer Tat Zinchegh
06 Idrissa Soumaoro & Ali Farka Toure - Bérébéré
07 Ali Farka Toure & Taj Mahal - Roucky
08 Taj Mahal & Toumani Diabate - Guede Man Na
09 Rokia Traoré - The man I love
Playlist:
01 Rokia Traoré - Dounia
02 Salif Keita - Ana Na Ming
03 Habib Koité & Bamada - Foro Bana
04 Vieux Farka Toure - Diaraby Magni
05 Terakaft - Ténéré Wer Tat Zinchegh
06 Idrissa Soumaoro & Ali Farka Toure - Bérébéré
07 Ali Farka Toure & Taj Mahal - Roucky
08 Taj Mahal & Toumani Diabate - Guede Man Na
09 Rokia Traoré - The man I love
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Idrissa Soumaoro - Djitoumou
Manchmal ist es besser, wenn man ein Album einfach mal zurücklegt und ein paar Wochen später wieder hervorholt. Nachdem ich Djitoumou zum ersten mal gehört hatte, war ich wenig begeistert. Wohl auch deshalb, weil ich ein bisschen etwas anders erwartet hatte. Und zwar rechnete ich mit einem Album im Stile von Ali Farka Toure oder Boubacar Traore. Ersterer ist auf diesem Album sogar vertreten. Das Stück Bèrèbèrè entstand 2006 kurz vor dessen Tod und ist wohl tatsächlich die letzte Aufnahme, an der Ali Farka Toure beteiligt war. Ein letztes Highlight sozusagen, denn das Stück unterstreicht einmal mehr den Ausnahmestatus und die Genialität von Toure. Ansonsten bietet das Album einen Stilmix, der es in seiner Gesamtheit nicht immer homogen wirken lässt. So klingt Sigui Ka Fô sehr nach amerikanischem Blues und das darauf folgende Bô Kolo verbreitet orientalisches Flair. Richtig zusammenpassen will das hier nicht, wenngleich beides durchaus seinen Reiz hat. Am besten ist das Album immer dann, wenn sich Soumaoro, dessen Gesang mich manchmal an seinen Landsmann Issa Bagayogo erinnert, seiner eignen Traditionen besinnt, wie in N'tériou oder Yèrè djaté. Letzteres erinnert mit seinen Wassoulou Rhythmen ein bisschen and seine Landsfrau Oumou Sangare. Bei Mbaou fo bewegt er sich dagegen weit nach Norden, genauer gesagt nach Algerien. Beim Hören muss ich unweigerlich an Souad Massi denken. Und dann ist da noch Femmes, je vous salue, das tatsächlich mit karibischen Rhythmen aufwartet. Und am Ende singt dann auch noch Kandia Kouyate ein paar Zeilen. Das Cover verrät leider nicht, wann diese Aufnahmen entstanden sind, aber aktuell kann zumindest dieses Stück eigentlich nicht sein, denn Kandia Kouyate erlitt im Jahr 2004 einen Schlaganfall, von dem sie sich wohl nicht vollständig erholt hat. Wie dem auch sein, obwohl das Stück wie ein Fremdkörper wirkt, ist es neben Bèrèbèrè enes der Highlights auf diesem Album. Und um den Stilmix noch zu vervollständigen, gibt es mit Né ni musiki noch ein Stück Rumba, bei dem Rumba Legende Papa Noel die Gitarre spielt. Apropos Gitarre, auf dem Cover ist Soumaoro mehrfach mit Gitarre zu sehen. Auf diesem Album spielt er allerdings kein einziges mal Gitarre. Das einzige Instrument, das er hier spielt, ist die Kamele Ngoni.
Selbst in seiner Heimat ist Idrissa Soumaoro nur wenig bekannt. Er spielte zwar auch mal bei den legendären Ambassadeurs Du Motel, aber als Solist tritt er mit Djitoumou erst zum zweiten mal an, das Debüt Kote erschien im Jahr 2003. Besser bekannt ist er als Lehrer an der Blindenschule in Bamako und seinen bekanntesten Schüler waren Amadou & Mariam.
Djitoumou ist ein Album, bei dem die Summe der Einzelteile mehr ist als das Gesamtwerk. Das Album wirkt wie ein Best Of mit Songs, die man nicht kennt. Ansonsten ist es natürlich dennoch empfehlenswert, schon allein wegen der vermutlich nun wirklich letzten Ali Farka Toure Aufnahme.
(Lusafrica / 2010)
Selbst in seiner Heimat ist Idrissa Soumaoro nur wenig bekannt. Er spielte zwar auch mal bei den legendären Ambassadeurs Du Motel, aber als Solist tritt er mit Djitoumou erst zum zweiten mal an, das Debüt Kote erschien im Jahr 2003. Besser bekannt ist er als Lehrer an der Blindenschule in Bamako und seinen bekanntesten Schüler waren Amadou & Mariam.
Djitoumou ist ein Album, bei dem die Summe der Einzelteile mehr ist als das Gesamtwerk. Das Album wirkt wie ein Best Of mit Songs, die man nicht kennt. Ansonsten ist es natürlich dennoch empfehlenswert, schon allein wegen der vermutlich nun wirklich letzten Ali Farka Toure Aufnahme.
(Lusafrica / 2010)
Mittwoch, 4. August 2010
African Spacecraft 6
Sendetermin: 03.08.2010
Playlist:
01 Samy Izy - Igny Ihany
02 Lokua Kanza - Dipano
03 Mastaki Bafa - Rafiki
04 Konono N°1 - Mama Na Bana
05 Hugh Masekela - Ghana
06 Sierra Leone's Refugee Allstars - Global Threat
07 Cheikh Lô - Kelle Magni
08 Orchestra Baobab - Dée Moo Wóor
09 Bako Dagnon - Badjigui
10 Ali Farka Toure - Erdi
11 Bonga - Ai-Ue Mama
Playlist:
01 Samy Izy - Igny Ihany
02 Lokua Kanza - Dipano
03 Mastaki Bafa - Rafiki
04 Konono N°1 - Mama Na Bana
05 Hugh Masekela - Ghana
06 Sierra Leone's Refugee Allstars - Global Threat
07 Cheikh Lô - Kelle Magni
08 Orchestra Baobab - Dée Moo Wóor
09 Bako Dagnon - Badjigui
10 Ali Farka Toure - Erdi
11 Bonga - Ai-Ue Mama
Mittwoch, 2. Juni 2010
African Spacecraft 5
Sendetermin: 01.06.2010
Playlist:
01 Fela Ransome Kuti & His Koola Lobitos - Mi O Mo
02 The Mebusas - Mr Bull Dog
03 SJOB Movement - Stone Funk
04 The Sweet Talks - Sasa Abonsam
05 Hedzoleh Soundz - Kaa Ye Oyai
06 King Ayisoba - Modern Ghanaians
07 K'NAAN - What's Hardcore?
08 K'NAAN - If Rap Gets Jealous
09 Pastor Mbhobho - Ayobaness
10 Philip Malela - Tiba Kamo
11 Simphiwe Dana - Vela
12 Ali Farka Toure - Pieter Botha
Playlist:
01 Fela Ransome Kuti & His Koola Lobitos - Mi O Mo
02 The Mebusas - Mr Bull Dog
03 SJOB Movement - Stone Funk
04 The Sweet Talks - Sasa Abonsam
05 Hedzoleh Soundz - Kaa Ye Oyai
06 King Ayisoba - Modern Ghanaians
07 K'NAAN - What's Hardcore?
08 K'NAAN - If Rap Gets Jealous
09 Pastor Mbhobho - Ayobaness
10 Philip Malela - Tiba Kamo
11 Simphiwe Dana - Vela
12 Ali Farka Toure - Pieter Botha
Labels:
Ali Farka Toure,
K'Naan,
Playlist,
Simphiwe Dana
Mittwoch, 5. Mai 2010
African Spacecraft 4
Sendetermin: 04.05.2010
Playlist:
01 Mamar Kassey - Foulbe Gari
02 Etran Finatawa - Daim Walla
03 Group Bombino - Imouhare
04 Les Espoirs De Coronthie - Baydi
05 Nuru Kane - Anna
06 Dobet Gnahoré - Nfletoun
07 Manou Gallo - Nalingiyo
08 Ali Farka Toure - Hani
09 Boubacar Traoré - Horonia
10 Femi Kuti - Scatta Head
Playlist:
01 Mamar Kassey - Foulbe Gari
02 Etran Finatawa - Daim Walla
03 Group Bombino - Imouhare
04 Les Espoirs De Coronthie - Baydi
05 Nuru Kane - Anna
06 Dobet Gnahoré - Nfletoun
07 Manou Gallo - Nalingiyo
08 Ali Farka Toure - Hani
09 Boubacar Traoré - Horonia
10 Femi Kuti - Scatta Head
Mittwoch, 7. April 2010
African Spacecraft 3
Sendetermin: 06.04.2010
Playlist:
01 BLO - BLO
02 The Mercury Dance Band – Envy No Good
03 Orchestre Poly Rythmo De Cotonou – Se Tche We Djo Mon
04 Mahotella Queens – Zwe Kumusha
05 Hugh Masekela – Abagoma
06 Miriam Makeba – House Of The Rising Sun
07 Ali Farka Toure & Toumani Diabate – Sina Mory
08 Toumani Diabate's Symmetric Orchestra – Boulevard De L'Independance
09 Ali Farka Toure - Cousins
10 Salif Keïta – San Ka Na
11 Tamikrest – Aicha
12 Razia Said - Mifohaza
Playlist:
01 BLO - BLO
02 The Mercury Dance Band – Envy No Good
03 Orchestre Poly Rythmo De Cotonou – Se Tche We Djo Mon
04 Mahotella Queens – Zwe Kumusha
05 Hugh Masekela – Abagoma
06 Miriam Makeba – House Of The Rising Sun
07 Ali Farka Toure & Toumani Diabate – Sina Mory
08 Toumani Diabate's Symmetric Orchestra – Boulevard De L'Independance
09 Ali Farka Toure - Cousins
10 Salif Keïta – San Ka Na
11 Tamikrest – Aicha
12 Razia Said - Mifohaza
Mittwoch, 24. März 2010
Ali Farka Toure & Toumani Diabate - Ali & Toumani
"Et voilà" hört man Ali Farka Toure am Ende sagen und was auf den ersten Blick vielleicht nur so dahergesagt wirkt, lässt einem tatsächlch einen Gänseschauer über den Rücken jagen. "Et voilà, das war's", Toure wusste, dass er nicht mehr lange leben würde und dass dies seine letzten Aufnahmen sein werden. Und so schließt dieses "Et voilà" auch das Kapitel eines der größten Musiker Afrikas wenn nicht der Welt. Einem Musiker, der sich nicht verbiegen ließ, dem zuviel Erfolg suspekt erschien sich zurückzog um hauptsächlich als Landwirt aktiv zu sein und der Ende der 90er Jahre ein ganzes Aufnahmestudio nach Niafunke bringen ließ, um ein weiteres Album aufzunehmen. 2005 erschien schließlich die erste Zusammenarbeit mit Toumani Diabate, das im Mandé Hotel in Bamako aufgenommene und mit dem Grammy ausgezeichnete Album In The Heart Of The Moon. Während einer kurzen Europa Tour entstanden die Aufnahmen zu einem weiteren gemeinsamen Album. Toure war zu diesem Zeitpunkt von seiner Krebserkrankung schon schwer gezeichnet und litt während der Aufnahmen nicht selten unter Schmerzatacken, was ihn aber nicht davon abhielt, weiterzumachen. Er wollte dieses Album unbedingt fertigstellen. Dass es nun 4 Jahre gedauert hat, bis diese definitiv letzten Aufnahmen endlich veröffentlicht wurden, zeigt auch, wie respektvoll World Circuit mit seinem Tod umgegangen ist und dies immer noch tut. Und man darf natürlich Toumani Diabates gleichberechtigten Anteil an diesen beiden Alben nicht vergessen.
Im Grunde gibt es zu diesem Album doch gar nicht viel zu sagen. Wer In The Heart Of The Moon liebt, kommt an diesem Album unmöglich vorbei. Und es stellt sich natürlich die Frage, wie man In The Heart Of The Moon denn nicht lieben kann, diese Verschmelzung aus Diabates perlenden Koraklängen und Toures schroffen Gitarrenfiguren. "The most beautiful music on earth" behauptete damals das britische Mojo und was soll ich sagen, sie hatten recht. Es fällt tatsächlich schwer, die Schönheit dieser Musik in Worte zu fassen, diese meist ruhig dahinfließende und vor Melodienreichtum nur so strotzende Musik, gespielt von zwei Musikern, die sich trotz oder gerade wegen ihrer unterschiedichen Herkunft blind zu verstehen schienen. Und das hört man schon beim Eröffnungsstück Ruby, das Toure spontan nach Nick Golds Tochter benannt hat als er es ihnen vorpsielte. Es ist eines dieser hypnotisierenden Stücke, die einen vor Ehrfurcht erstarren lassen und bei denen man sich nicht traut, sich auch nur zu bewegen, nur um diesen magischen Moment nicht zu stören. Auf zwei Stücken sang Ali auch noch einmal. Da wäre zum einen das afro-karibisches Flair verbreitende Sabu Yekoy, das er schon in den 60er Jahren spielte und bei dem er u.a. von seinem Sohn Vieux Farka Toure an den Kongas begleitet wurde. Zum Anderen wäre da noch Sina Mory, das ihn Mitte der 50er Jahre zur Musik brachte. Es war Nick Gold, der ihn immer wieder fragte, welches Stück ihn als ersten zum Gitarrespielen inspirierte, doch erst kurz vor seinem Tod erinnerte sich Toure an dieses Stück. Und auch die restlichen Instrumentalstücke haben nichts von der Klasse eines In The Heart Of The Moon eingebüßt.
Hörte man seinem letzten Soloalbum Savane noch den Kampf gegen den Tod an, so klingt Ali & Toumani nach jemanden, der mit sich im Reinen ist. Ein würdevoller Abschied!
PS
Neben dem Album gibt es noch zwei weitere Stücke. Da wäre zum Einen Kenouna, ein bluesiges Stück mit Gesang, das World Circuit zum kostenlosen Donwload anbietet und zum Anderen Kala Djula, ein weiteres Instrumentalstück, das als Bonus der iTunes Version zur Verfügung gestellt wurde, das aber auch einzeln erhältlich ist.
(World Circuit / 2010)
Im Grunde gibt es zu diesem Album doch gar nicht viel zu sagen. Wer In The Heart Of The Moon liebt, kommt an diesem Album unmöglich vorbei. Und es stellt sich natürlich die Frage, wie man In The Heart Of The Moon denn nicht lieben kann, diese Verschmelzung aus Diabates perlenden Koraklängen und Toures schroffen Gitarrenfiguren. "The most beautiful music on earth" behauptete damals das britische Mojo und was soll ich sagen, sie hatten recht. Es fällt tatsächlich schwer, die Schönheit dieser Musik in Worte zu fassen, diese meist ruhig dahinfließende und vor Melodienreichtum nur so strotzende Musik, gespielt von zwei Musikern, die sich trotz oder gerade wegen ihrer unterschiedichen Herkunft blind zu verstehen schienen. Und das hört man schon beim Eröffnungsstück Ruby, das Toure spontan nach Nick Golds Tochter benannt hat als er es ihnen vorpsielte. Es ist eines dieser hypnotisierenden Stücke, die einen vor Ehrfurcht erstarren lassen und bei denen man sich nicht traut, sich auch nur zu bewegen, nur um diesen magischen Moment nicht zu stören. Auf zwei Stücken sang Ali auch noch einmal. Da wäre zum einen das afro-karibisches Flair verbreitende Sabu Yekoy, das er schon in den 60er Jahren spielte und bei dem er u.a. von seinem Sohn Vieux Farka Toure an den Kongas begleitet wurde. Zum Anderen wäre da noch Sina Mory, das ihn Mitte der 50er Jahre zur Musik brachte. Es war Nick Gold, der ihn immer wieder fragte, welches Stück ihn als ersten zum Gitarrespielen inspirierte, doch erst kurz vor seinem Tod erinnerte sich Toure an dieses Stück. Und auch die restlichen Instrumentalstücke haben nichts von der Klasse eines In The Heart Of The Moon eingebüßt.
Hörte man seinem letzten Soloalbum Savane noch den Kampf gegen den Tod an, so klingt Ali & Toumani nach jemanden, der mit sich im Reinen ist. Ein würdevoller Abschied!
PS
Neben dem Album gibt es noch zwei weitere Stücke. Da wäre zum Einen Kenouna, ein bluesiges Stück mit Gesang, das World Circuit zum kostenlosen Donwload anbietet und zum Anderen Kala Djula, ein weiteres Instrumentalstück, das als Bonus der iTunes Version zur Verfügung gestellt wurde, das aber auch einzeln erhältlich ist.
(World Circuit / 2010)
Donnerstag, 27. September 2007
Vieux Farka Toure - s/t
Wie der Vater so der Sohn. Nicht einmal ein Jahr nach dem Tod des großen Ali Farka Toure veröffentlichte dessen Sohn Vieux sein Debütalbum und es liegt durchaus der Verdacht nahe, dass hier schnelles Geld verdient werden wollte. Wenn man sich dieses Album dann aber anhört, wird man sehr schnell feststellen, dass dieser Verdacht nicht nur unbegründet sondern auch albern ist. Ali Farka Toure selbst wollte übrigens gar nicht, dass sein Sohn in seine Fußstapfen tritt, damit er nicht die gleichen schlechten Erfahrungen mit dem Musikbusiness macht. Glücklicherweise hat sich Vieux sein Vorhaben nicht verbieten lassen und zunächst begonnen, Percussion zu spielen. Später hat er sich dann aber dazu entschlossen, es seinem Vater gleichzutun und Gitarre zu erlernen zu singen und Songs zu schreiben. Unterstützt wird er dabei nicht nur von seinem Vater auf dessen möglicherweise letzten Aufnahmen, sondern auch von solch Größen wie Toumani Diabate oder Bassekou Kouyate. Die musikalische Herkunft lässt sich freilich nicht verleugnen, was besonders gut im Stück Diallo zu hören ist, ein Wüstenblues, bei dem Ali Farka Toure die E-Gitarre übernimmt und der mit dem typischen Kalabasse-Rhythmus daherkommt. Genau wie sein Vater singt auch Vieux seine Lieder in verschiedenen Sprachen wie z.B. Sonrai, Bambara oder Fulani, alles Sprachen, die in Mali gesprochen werden. Hier und da beschreitet Vieux auch gänzlich neue Wege wie z.B. im Stück Ana, das den typischen Mali-Blues mit einem Reggae-Rhythmus kreuzt, inklusive Gebläse und Orgel. Die beiden Stücke mit Toumani Diabate dagegen sind auf Akustikgitarre und Kora reduzierte Instrumentals, die dem Album eine weitere Klangfarbe geben, vor allem das finale Diabaté, eine Hommage an den großen Koraspieler, der für Vieux wie ein Vater ist. Courage dagegen ist eine besondere Hommage an den Vater, dem übrigens auch das Album gewidmet ist, ein neu arrangiertes Stück von Issa Sory Bamba, der hier auch den Gesang übernimmt.
Vieux Farka Toures Debüt ist ein sehr vielschichtiges Werk geworden, das sich vor dem schweren Erbe seines Vaters sicher nicht verstecken muss und lässt zusammen mit Bassekou Kouyates Album Tinariwens Aman Iman 2007 doch um einiges hinter sich. Hoffen wir, dass er noch einige Alben von diesem Kaliber folgen lässt.
(World Village / 2007)
Vieux Farka Toures Debüt ist ein sehr vielschichtiges Werk geworden, das sich vor dem schweren Erbe seines Vaters sicher nicht verstecken muss und lässt zusammen mit Bassekou Kouyates Album Tinariwens Aman Iman 2007 doch um einiges hinter sich. Hoffen wir, dass er noch einige Alben von diesem Kaliber folgen lässt.
(World Village / 2007)
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